Kategorie: Mafia

„Bei aller Liebe“ on the road

Donnerstag, 14. September 2017

Getz (sagt man im Ruhrgebiet) geht’s los: Nächste Woche Lesungen in Hamburg, Marburg und Kassel. Und demnächst noch mehr.

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„Das italienische Beben“

Dienstag, 29. August 2017

so lautet die Überschrift zu meiner Erinnerung an die Morde von Giovanni Falcone und Paolo Borsellino: „Vor 25 Jahren führte der Terror in Italien zu einer dramatischen Wende: Die Mafia schwor der Gewalt ab und ging in die Politik. Dort ist sie bis heute geblieben.“

Nachzulesen im Magazin des Tagesanzeigers.

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#BeiallerLiebe (das harte Brot der Schriftstellerei)

Mittwoch, 16. August 2017

Die Leute, mit denen ich die meiste Zeit verbringe, sind auf ihre Art alle etwas anstrengend. Wolfgang W. Wieneke ist ein Investigativreporter im kritischen Alter, der unter der Medienkrise und der unerwiderten Liebe zu einer italienischen Übersetzerin namens Francesca leidet.

Serena Vitale ist Staatsanwältin in Palermo und heißt eigentlich Santa Crocifissa Vitale: kein Name, sondern eine Heimsuchung. Ihre Mutter hatte auf der Heiligen Kruzifixin bestanden, zu Ehren der im Kindbett verstorbenen Großmutter. Serena Vitale ermittelt gegen die Mafia, was ihre Mutter für eine schwachsinnige Idee hält: Hättest du als Notarin nicht ein schöneres Leben gehabt? Hat dir etwa der Arzt verschrieben, die Mafia zu bekämpfen?

Alle drei (die Mutter auch) existieren nur in meiner Fantasie. Was die Sache nicht besser macht. Denn alle drei versuchen ständig, ihre Macken an mir auszulassen.

Jetzt wollen Sie natürlich wissen, wie es dazu kam: Lehrstühle blieben unbesetzt, Schreibschulen leer, Doktoranden ohne Doktortitel, Feuilletonseiten müssten mit Kreuzworträtseln gefüllt werden, wollte der Mensch nicht wissen, wie ein Schriftsteller zu den Figuren kommt, die seine Romane bevölkern.

Im Wesentlichen gibt es dabei zwei Denkschulen: Die einen glauben, dass Romanfiguren kein bisschen ausgedacht sind, sondern eins zu eins aus der Wirklichkeit kopiert wurden. Das andere Lager, meist aus Schriftstellern bestehend, verkündet genau das Gegenteil, nämlich, dass die Romanfiguren nur in der Fantasie des Schriftstellers existieren – weil es für einen Schriftsteller etwas beleidigend ist, wenn der Gipfel der Schaffenskraft darin bestünde, sich am verhassten Exfreund im Wollflusenpullover abzuarbeiten, der im wahren Leben braune Augen hat, im Roman jedoch blaue.

Schlimmer für Schriftsteller ist nur noch, wenn ihre Romane auf autobiografische Bezüge hin geflöht werden, als könnte man nur über sich selbst schreiben. Was es natürlich gibt. Bei Thomas Mann fanden emsige Literaturdetektive heraus, dass sich hinter Aschenbach kein Geringerer als Thomas Mann selbst verbirgt, der von seinem Begehren schrieb. In meinem bescheidenen Fall geht man davon aus, dass ich Serena Vitale bin, vor allem, weil Serena Vitale und ich falsche Blondinen sind.

Flaubert sagte „Madame Bovary c’est moi“, und ich sage: „Wolfgang W. Wieneke c’est moi“, obwohl der keine Haare mehr hat (die letzten Fussel hat er sich neulich bei einem türkischen Friseur abrasieren lassen), ich bin aber auch Serena Vitale und Francesca – und Serenas Mutter bin ich auch, obwohl die erhebliche charakterliche Defizite aufweist, vom Altersunterschied ganz zu schweigen.

Schriftsteller geben dann auch noch gerne damit an, dass ihre Romanfiguren ein Eigenleben und eine solche Kraft entwickeln, dass sie zu einer Art Flaschengeist werden: Eigenständige Personen, die dem Autor auf dem Kopf herumtanzen und den Verlauf des Romans diktieren. Ich habe dem Auf-dem-Kopf-Herumtanzen sofort einen Riegel vorgeschoben. Der Wieneke will ständig etwas enthüllen, Serena Vitale will die Mafia besiegen: Meine Aufgabe besteht darin, ihnen Steine in den Weg zu legen. Bei meinen Protagonisten bin mehr so für die harte Hand.

Schließlich werde ich mich nicht von so einer hergelaufenen Romanfigur kujonieren lassen, so weit kommt’s noch.

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Ein paar Bemerkungen zu Duisburg

Dienstag, 15. August 2017

Die Mafia macht ihre besten Geschäfte, wenn es ruhig ist. Und heute spricht ja niemand mehr über die Mafia. Außer an Jahrestagen, so wie heute. Da wachen selbst die verschlafensten Tageszeitungen auf und erinnern sich schaudernd an jenen 15. August 2007, als plötzlich sechs tote Italiener vor dem Restaurant „Da Bruno“ lagen.

Ich war damals auch überrascht. Und das, obwohl ich seit langem wusste, wie aktiv die Mafia im Ruhrgebiet ist: Die Killer des 1990 ermordeten Antimafia-Staatsanwalts Rosario Livatino kamen aus Leverkusen. Und letzte Morddrohung gegen den ermordeten Antimafia-Staatsanwalt Falcone kam aus Wuppertal.

Ich hätte der Mafia in Deutschland aber eine so spektakuläre Tat nicht zugetraut. Denn es war ja klar, dass das die Deutschen aufschrecken würde. Extrem kontraproduktiv für die Mafia. Aber wahrscheinlich haben sie die Situation schon von Anfang an doch richtig eingeschätzt: Es wird am Anfang einen Aufschrei geben, dann gehen wir in Deckung, dann werden die Deutschen es wieder vergessen, und alles geht weiter wie immer. Weil die Beziehungen, die die ‘Ndrangheta stets gepflegt hat, also zu Politikern, Unternehmern, Geheimdiensten in West und vor allem Ost (sehr interessant sind übrigens die Verbindungen zwischen Stasi und ‘Ndrangheta), immer noch die besten sind.

Drogenhandel, Bauindustrie, Gastronomie, Giftmüllbeseitigung, Immobilienhandel – vor allem aber Geldwäsche. Die klassischen Geschäftsfelder der Mafia. Später kam noch die Windenergie hinzu. Öffentliche Gelder in ihre Taschen umzuleiten, ist die Königsdisziplin der Mafia – und da haben sich mit den europäischen Fördergeldern und dem gemeinsamen europäischen Markt viele neue Perspektiven ergeben.

An Ermittlungsergebnissen hat es in Deutschland auch 2007 nicht gemangelt. Indes, es fehlen die Gesetze. Auch hinter den angeblich „neuen Gesetzen“ zur Bekämpfung der Mafia verbirgt sich vor allem der Wahlkampf. In der sogenannten Neuregelung kommt das Wort „Mafia“ gar nicht vor. Staatsanwälte sind nach wie vor skeptisch. Außerdem ist jetzt der Zoll für die Verdachtsmeldungen wegen Geldwäsche zuständig. Und da wurde das Personal nicht nur halbiert, sondern hat auch keinen Zugriff auf polizeiliche Datenbestände. Wie der Bund deutscher Kriminalbeamter sagt: „Der Bundesfinanzminister hat uns einen Bärendienst erwiesen.“

Es müsste einen politischen Willen zur Bekämpfung der Mafia in Deutschland geben. Und den sehe ich nicht. Von vielen Politikern wird die Geldwäsche immer noch als ein Konjunkturankurbelungsprogramm gesehen. Nach dem Motto: Pecunia non olet. Die Mafia wird in Deutschland für eine Art von Folklore gehalten, selbst in deutschen Gerichten fehlen die wesentlichsten Kenntnisse.

Wir könnten von allein schon von der italienischen Antimafia-Gesetzgebung lernen und auch von den schlechten Erfahrungen: Seit 25 Jahren sitzt die Mafia im italienischen Parlament – und dagegen kämpfen die ehrlichen Italiener.

Nachdem ich verklagt und bedroht worden bin, habe ich versucht, dem ganzen etwas Positives abzugewinnen: Ich habe diese Erfahrungen in meine Romane einfließen lassen, ich hätte die Protagonisten meiner Romane nie so agieren lassen können, wenn ich manches nicht am eigenen Leibe gespürt hätte. Bei Schauspielern nennt man das „Method Acting“.

Außerdem finde ich es sehr interessant zu beobachten, wie sich sich die Mafia immer weiter entwickelt: Mit der Flüchtlingskrise hat sich für die Mafia ein neues Geschäftsfeld eröffnet. Das Zauberwort heißt emergenza: Notstand. Den gab es ja auch in Deutschland, in jenem Sommer 2015. Und genau davon handelt mein neuer Roman „Bei aller Liebe“.

Und hier auch noch ein Radio-Interview mit mir auf WDR 5 anlässlich Duisburg (etwas mehr als 7 Minuten, Sie schaffen das!)

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Jugend Rittet

Freitag, 11. August 2017

Ok, ich wusste schon, dass „Bei aller Liebe“ aktuell ist – aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell so hoch her gehen würde. Zwischen Deutschland und Italien. Allein schon mal orthografisch. Von „Jugend rittet“ bis „Jugend bettet“ – war alles drin: In so gut wie keinem Artikel der italienischen Presse wurde „Jugend rettet“ richtig geschrieben, nicht mal im Beschlagnahmungsbefehl der Staatsanwaltschaft von Trapani, die letzteren auf Geheiß des Untersuchungsrichters ausgestellt haben. Das muss jetzt hier so pingelig ausklamüsert werden, weil im Eifer des Gefechts (anders kann man die Berichterstattung darüber nicht bezeichnen) doch einiges durcheinander geraten ist.

Auf Facebook, Twitter und in Artikeln wurden Südkurven-Schlachten ausgetragen, Ninja Turtles gegen Shredder, hätte man meinen können. Dabei war es nur eine normale Ermittlung rund um die „Begünstigung illegaler Einwanderung“. Die zur Folge hatte, dass die „Iuventa“, das Schiff der NGO „Jugend Rettet“ beschlagnahmt wurde und, wohlgemerkt, gegen einzelne Mitglieder der NGOs  von „Jugend Rettet“, „Ärzte ohne Grenzen„, „Save the children“ und andere ermittelt wird.

Kurzum: Hier wird kein Rundumschlag gegen alle NGOs gefahren, es geht es auch nicht darum, Rettungsorganisationen zu kriminalisieren (mehr …)

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Kleines Update zur Sommerpause

Mittwoch, 26. Juli 2017

Liebe Freunde und Unterstützer,

bevor Sie in die Ferien fahren, bereits im Liegestuhl liegen oder schon wieder zurückgekehrt sind, freue ich mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass das Landgericht Leipzig einen Antrag auf Verhängung eines Ordnungsgeldes gegen mich zurückgewiesen hat. Der Kläger war der Ansicht, dass ich mit der Veröffentlichung des FAZ-Artikels von Andreas Rossmann auf meiner Webseite gegen das gegen mich erlassene Urteil verstoßen hätte. Gegen diesen Beschluss hat der Kläger Beschwerde eingelegt.  Anhängig sind jetzt noch die Klage auf Geldentschädigung und meine Klage gegen Jakob Augstein, die am 29. September in Hamburg verhandelt wird.

Außerdem, was mich am meisten freut, ist am 18. Juli mein neuer Roman erschienen: „Bei aller Liebe“, der von Mafia, Medien und Migranten handelt.

Protagonisten sind wie immer die sizilianische Antimafia-Staatsanwältin Serena Vitale und der von der Medienkrise gebeutelte deutsche Investigativjournalist Wolfgang W. Wieneke, der sich übrigens darüber empört, von mir mit Klarnamen genannt zu werden.

In der Hoffnung, Ihnen beim nächsten Update nur gute Nachrichten verkünden zu können, grüßt Sie herzlich und unbeirrbar positiv gestimmt, Petra Reski

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Wienekes Version

Dienstag, 18. Juli 2017

Hier hat jemand ein Problem. Wolfgang W. Wieneke hat sich zu Wort gemeldet. Mit seiner Wahrheit zu „Bei aller Liebe„.

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Bei aller Liebe. Endlich.

Samstag, 15. Juli 2017

Ist immer so ein intimer Moment, wenn man DAS BUCH, mit dem man mehr als ein Jahr verbracht hat, zum ersten Mal in der Hand hält. Wenn es sich aus einer Word-Raupe endlich in einen Roman verwandelt hat, den man in der Hand halten kann und dessen Rücken knackt, wenn man ihn zum ersten Mal aufschlägt. Als Motto ein paar Zeilen von Leonardo Cohen: „First we take Manhattan/Then we take Berlin“. Gewidmet habe ich den Roman Giovanni Spampinato, der 1972 von der Mafia ermordet wurde. Ab Dienstag in allen Buchhandlungen, yes.

Serena Vitale lässt Euch alle schön grüßen (Habe sie kürzlich mal wieder in Palermo interviewt, sie war verzickt wie immer, aber am Ende habe ich sie milde gestimmt, weil ich ihr eine besonders schöne Heiligenfigur mitgebracht habe: Sant’Ivo, Schutzheiliger der Staatsanwälte. Dass er aber erst vierundvierzig Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen wurde, wusste sie schon)

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Alles muss raus. (Salento)

Donnerstag, 13. Juli 2017

Ich war mal wieder im Salento unterwegs – über den Krieg gegen die Olivenbäume habe ich ja bereits hier und hier und hier berichtet.  Verändert hat sich nichts. Jedenfalls nicht zum Besseren.

Olivenbäume bei Oria


Der Krieg geht weiter: Inzwischen gibt es auch schon Schlachtfelder bei Tarent, so wie hier in Oria. Der Herr in der Mitte ist Nino Baldari, seine Werkzeuge sind Sichel, Säge und Hacke – weshalb ihn die Carabinieri als „bewaffnet“ bezeichneten, als er sich dem Fällen der jahrhundertealten Olivenbäume widersetzte.

Seitdem prangen hier auf den Autos Aufkleber wie dieser: „Die Feuerbakterie ist Betrug – Widerstand leisten ist eine Pflicht.“ Das sagt auch Nino Baldari, dieser achtzigjährige Olivenbauer aus Oria, dem Gebiet zwischen Brindisi und Tarent, in dem in diesem  Frühjahr 300 tausendjährige Olivenbäume gefällt wurden und weitere 500 auf der Liste stehen.

Bis heute gibt es keinen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beweis dafür, dass die Feuerbakterie für das Vertrocknen der Olivenbäume im Salento verantwortlich ist. Sicher ist nur, dass man mit Glyphosat jeden Olivenbaum ins Jenseits befördern kann. Mit schönen Grüßen von Monsanto. Wer des Italienischen mächtig ist, mag sich dieses YouTube-Video ansehen, in dem Ivano Gioffreda „Le buone pratiche“ erklärt, wie die Olivenbäume mit einfachen, altbewährten Methoden wieder zum Leben erweckt werden. Ivano Gioffreda gehört zur Vereinigung „Spazi popolari“ von Sannicola, die mehr ist als eine Kooperative für organisch-biologischen Anbau: Es ist eine Initiative zur Verteidigung des Salento, Verteidiger, die nahezu täglich von der Lokalpresse als sektiererische Störenfriede geschmäht werden.

Glyphosat, der Killer

Interessant ist auch, dass niemand über die Landwirte berichtet, denen es wider Erwarten gelungen ist, ihre Olivenbäume mit einfachen und altbewährten Mitteln wieder zum Leben zu erwecken, wie zum Beispiel hier in diesem Olivenhain unweit von Poggiardo:

Olivenhain Poggiardo

Nach wie vor sind die Olivenbäume des Salento das größte Hindernis für die Bauspekulation: So wollen englische (?) Investoren den jahrhundertealten Olivenhain Sarparea in Nardò in ein Luxusresort verhexen. Region, Stadtverwaltung und Landschaftspflege nicken alles ab.

Der 20 Hektar große Olivenhain von Sarparea an der Bucht von Sant’Isdoro gehört nun englischen Investoren, die hier ein Luxusresort bauen wollen: Die „Oase Sarparea“: 30 Villen zwischen tausendjährigen Olivenbäumen, zwei Schritte vom Meer und vom Naturschutzpark Porto Selvaggio, der entstand, weil die Gemeinderätin Renata Fonte in den 1980er Jahren diesen Küstenstreifen Bauspekulanten entriss und dafür mit ihrem Leben bezahlte: 1984 wurde sie von zwei Killern mit Pistolenschüssen hingerichtet, als sie auf dem Weg nach Hause war. Die Bauindustrie ist (mehr …)

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Pressefreiheit ist kein Wort. Es ist eine Tat. 2

Mittwoch, 14. Juni 2017

Hurra: Wir sind über die 20 000-Euro-Marke hinausgeschossen! (Auch dank der Unterstützer, die nicht über generosity-link, sondern per Banküberweisung gespendet haben) Ich möchte Ihnen/Euch allen danken. – dafür, dass ich mich nicht alleine fühlen muss, für Eure Aufmerksamkeit, für Euer Engagement. Es hat mich bewegt. „Non tutti i mali vengono per nuocere“, sagt man in Italien: Nichts ist so schlecht, als dass es nicht auch für irgendetwas gut wäre.

Mein Crowdfunding habe ich auch im Europäischen Parlament erwähnt, als ich vor kurzem über Mafia+Medien+Meinungsfreiheit in Deutschland gesprochen habe. Die italienische Fünfsterne-Bewegung hatte mich zur Tagung „Die Zukunft der Information: Zwischen Meinungsfreiheit und Fake News“ eingeladen. Es ging um Fragen wie: Wer darf feststellen, wann eine Meldung „Fake News“ ist oder nicht? Sollen Inhalte von Social Media entfernt werden und wenn ja, wer entscheidet wie darüber? Wer hat das Recht zur Zensur? Und ja, Zensur, ähem, natürlich, nennt sich nicht so, wenn Bücher über die Mafia in Deutschland auf Geheiß deutscher Gerichte geschwärzt, Artikel und Filme gelöscht werden. Kommt aber aufs Gleiche heraus.

Wie es weitergeht? Ich werde updates über die ausstehenden gerichtlichen Auseinandersetzungen posten. Wenn alles (hoffentlich) vorbei ist, werde ich eine Bilanz erstellen: über die Gelder der Schwarmsammlung, die Rechtskosten, über das, was (hoffentlich) übrig bleibt und wem es gespendet werden soll.

Love you all.

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