Kategorie: Mafia in Deutschland

Di Girolamo II

Donnerstag, 04. März 2010

Nachdem er eine herzerweichende Rede im Senat gehalten hat und dort von den Kollegen zum Abschied umarmt wurde, ist der Senator Nicola di Girolamo nun verhaftet worden. Er tat mir schon fast leid. Was hat sich zuschulden kommen lassen, fragten sich viele Italiener, dass seine Parteikollegen und Spießgesellen ihn so ungerührt fallen ließen? Weil er sich, anders als seine Spießgesellen, erwischen ließ?

“Ich habe weder die Cosa Nostra noch die ‘Ndrangheta in diese Säle geschleust”, sagte Di Girolamo. Das Einschleusen war auch nicht mehr nötig. Die Mafia benutzt schon lange den Haupteingang. Dafür hatten schon andere gesorgt.

Was übrig bleibt.

Montag, 01. März 2010

Die Affäre um den erzwungenen Rücktritt des Senators Nicola di Girolamo ist in zwischen auch in Deutschland angekommen. Interessant dabei ist, was bei der Überquerung der Alpen auf der Strecke geblieben ist: In der deutschen Berichterstattung wird diese Geschichte vor allem als weiteres Beispiel für die hinlänglich bekannte Mafia-Verstrickung Berlusconis angeführt - und kaum jemand spricht mehr davon, dass Di Girolamo laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit den von der ‘Ndrangheta in Deutschland gefälschten Stimmen ins Amt gehoben wurde. Speziell von den Clans im Raum Stuttgart, den Clans Farao und Arena. Aber offenbar beunruhigt es niemanden in Deutschland, wie effektiv die ‘Ndrangheta in Deutschland ihr Territorium kontrolliert. Geht ja nur um Italiener. Denn: Die Wahlfälschung italienischer Wahlzettel ist in Deutschland kein Verbrechen.

Duisburg

Donnerstag, 11. Februar 2010

Jetzt sind auch die beiden anderen Täter des Mafiamords von Duisburg festgenommen worden: Giuseppe und Sebastiano Nirta - beide Mitglieder des Clans Nirta Strangio. Und beide mit besten Verbindungen in die Duisburger Gastronomie. Es geht doch nichts über eine gute Pizza.

Geldwäsche

Donnerstag, 11. Februar 2010

leicht gemacht

Grazie

Montag, 08. Februar 2010

alla Süddeutsche Zeitung

Samstag, 30. Januar 2010

Schreiben über die Mafia. In Italien. Und in Deutschland.

Pizza con Würstel

Mittwoch, 27. Januar 2010

Es ist eine ehrenwerte Initiative, die “Pizza ohne Pizzo” der deutschen Botschaft in Rom - auch aus dem Grunde, dass auf diese Weise vielleicht einige Deutsche beginnen, sich etwas mehr für das Phänomen “Mafia” zu interessieren - das gar nicht so weit weg ist, wie es sich manche Politiker in Deutschland wünschen: “Pizza ohne Pizzo” wäre auch in Deutschland wünschenswert, wo Ermittler allein von 300 Restaurants ausgehen, die von der ‘Ndrangheta betrieben werden, und von denen 61 im Besitz des Clans Pelle-Romeo sind - jenem Clan, zu dem die Opfer des Blutbades von Duisburg gehörten und dessen Hauptstützpunkte sich in Duisburg und Erfurt befinden.

Das Schutzgeld ist in Deutschland kaum ein Problem - die Clans nutzen die Restaurants vor allem als “Relaisstationen”, um von hier aus den Handel mit Drogen, Waffen und gegebenfalls auch mit Falschgeld abzuwickeln. Die anderen, anständigen italienischen Restaurants werden über die mafiosen Zuliefererbetriebe der Gastronomie erpresst: Sie werden genötigt, bestimmte Waren für einen überhöhten Preis abzunehmen - so üben die Clans ohne Risiko ihre Kontrolle aus. In Deutschland. 

Ein Buch

Mittwoch, 13. Januar 2010

und seine Geschichte.

Samstag, 09. Januar 2010

Eine neue Käsesorte.

Weltkulturerbe

Dienstag, 05. Januar 2010

Es ist sehr interessant, was in Deutschland alles so als schützenswert betrachtet wird. Zum Beispiel die “Kultur” der Mafia. Nachzulesen hier. Als sei die Mafia nichts anderes als eine alte Eiche. So etwas kann man natürlich nur denjenigen deutschen Journalisten verkaufen, die mit großer Ahnungslosigkeit geschlagen sind. Ihnen wurde ja auch bereits erfolgreich die “Musik der Mafia” verkauft. Italiener sehen das naturgemäß etwas anders. Francesca Viscone hat darüber bereits in der ZEIT geschrieben.