Vermasselt

10. April 2017

Übrigens: Die Chance, eine goldene Ehrennadel für 30 Jahre Mitgliedschaft bei Verdi zu bekommen, habe ich mir auch noch vermasselt. Jahrzehntelang habe ich, wie viele andere freie Journalisten auch, meine Beiträge in der Hoffnung gezahlt, dass mir die Gewerkschaft Verdi  im Fall der Fälle beistehen würde. Ich dachte: Hey, denen geht es ja auch um den Kampf für das freie Wort! Tja, mein Fall gehört in ihren Augen wohl irgendwie nicht dazu. Die Gewerkschaft Verdi könne mir keinen Rechtsschutz gewähren, weil ich mir einen „externen“ Rechtsanwalt selbst ausgesucht habe, wurde mir beschieden. Ansonsten wünschten sie mir alles Gute, viel Kraft, Erfolg und Glück.

Ende meiner Mitgliedschaft bei Verdi. Keine Ehrennadel.

Aber weil sich die Rechtskosten mit guten Wünschen allein nicht bezahlen lassen, werde ich in Kürze ein Crowdfunding starten. Schwarmsammeln. Alles was über meine Rechtskosten hinaus geschwarmsammelt wird, werde ich einer Antimafia-Organisation zukommen lassen. Dazu bald mehr.

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4 Antworten zu “Vermasselt”

  1. […] ich die Frage, ob Reski tatsächlich so leicht Rechtsschutz beim DJV erhalten hätte. Reski liefert in einem früheren Blogeintrag diesen […]

  2. wolfgang strasser sagt:

    Sehr geehrte Frau Reski,

    ich hatte mir überlegt die Zeitschrift „der Freitag“ für 10x zu abonnieren,
    dann habe ich in der FAZ von der Geschichte Reski+Mafia gelesen;
    jetzt möchte ich davon Abstand nehmen und den eingesparten Betrag gerne an Sie – wegen der bestimmt nicht unerheblichen Kosten die für Sie entstanden sind – überweisen.
    Bitte informieren Sie mich wenn Sie Schwarmsammeln gehen

  3. Robert Klemme sagt:

    Das ist bei Rechtsschutzversicherungen leider übliches Procedere, dass sie bei der Auswahl des Anwaltes mitreden wollen. Von der Öffentlichkeitswirkung für Verdi ist das natürlich fatal. Da hätte man schon ein paar Euros locker machen können. Aber vielleicht besinnen sie sich ja und helfen beim Croundfunding.

    Im großen und ganzen ist es ja relativ still um die Gewerkschaften geworden. Wenn man mal etwas hört, ist es leider oft negativ (siehe die Serie der ZEIT über die IG Metall, von der ich langsam den Eindruck bekomme, dass sie mehr mit dem eigenen Machterhalt beschäftigt sind als mit dem Wohle der jeweiligen Betriebe und Mitarbeiter – vielleicht ein Zeichen, welche Angst vor dem Bedeutungsverlust dort herrscht).

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