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PETRA RESKI

“Es gibt keine Rettung für die Olivenbäume“, so lautet das Dogma, das seit Jahren in Apulien verbreitet wird und das via Copy&Paste auch seit langem in den deutschen Medien angekommen ist, zuletzt in der ZEIT. Deshalb hier zwei Videos über die „Cura Scortichini“, benannt nach Marco Scortichini, einem renommierten Bakteriologen und Forschungsdirektor im Rat für Agrarforschung und Agrarwirtschaftsanalyse (CREA) – dem Forschungszentrum für Oliven, Obst- und Zitrusanbau der römischen Universität; er hat das Protokoll über den Nachweis der Feuerbakterie für die EU verfasst. In einem vertrockneten Hain hat er bewiesen, dass man die vertrockneten Bäume mit einem Dünger aus Zink, Kupfer und Zitronensäure sehr wohl retten kann.
Was denen, deren große Interessen sich hinter der Ausrottung der Olivenbäume im Salento verbergen, natürlich nicht in den Kram passt. Deshalb wird nicht nur der Bakteriologe Scortichini angegriffen und diffamiert, sondern jeder, der eine erfolgreiche

Therapie zur Rettung der vertrockneten Olivenbäume entwickelt hat, wie zum Beispiel aus Ivano Gioffreda mit seinem Silecc-Projekt, das er mit der Pflanzenpathologin Margherita D’Amico entwickelt hat, oder Roberto Polo mit seinem Projekt „Salento Sostenibile“.

In diesem Zusammenhang ist es natürlich auch interessant, sich an den Satz zu erinnern, den der apulische Regionalpräsident so nebenbei gesagt hat: “Ich befürchte, wenn jemand morgen daherkommt und sagt: Ich habe die Behandlungskur für die Feuerbakterie gefunden – dann wird der umgebracht.”

Die Europäische Union hat nun beschlossen, die sogenannten “Notstandsmaßnahmen” zu ändern: Jetzt müssen nur noch die Olivenbäume im Umkreis von 10 Metern um einen infizierten Baum gefällt werden, nicht mehr von 100 Metern, wie vorher.

Interessant dabei ist, dass diese Änderung nicht auf Druck von Italien durchgesetzt wurde (das ja eigentlich das größte Interesse daran hätte haben müsste), sondern auf Druck von Frankreich, Portugal und Spanien.

Hier das zweite Video von Bauern, die seit vier Jahren die Cura Scortichini anwenden:

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