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PETRA RESKI

Rosarno

Zu Rosarno fällt mir nur eine Episode ein:

Als Shobha und ich San Luca wieder verließen, hatte die Nacht alles verschluckt, die Bauruinen und das Meer und sogar das Wrack eines illegalen Schlepperschiffes, das am Strand verrostete. Plötzlich bremste vor uns ein Auto scharf, man sah etwas durch die Luft fliegen. Es war ein indischer Wanderarbeiter, der auf dem Fahrrad fuhr, und der nun in seinem Blut lag. Als ich mich über ihn beugte, fragte er noch: „Bist du meine Mutter?“, dann verlor er das Bewusstsein. Und spürte nicht, wie das Auto, das ihn überfahren hatte, vor aller Augen jählings auf und davon fuhr. Und wie ein Mann dem davonfahrenden Auto nachblickte und entschuldigend sagte: „Vielleicht hatte er einfach nur Angst.“

Sicher, das hätte überall passieren können. Aber.



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    Falk
    15. Januar 2010

    Dem ist nichts hinzuzufügen:

    http://no-racism.net/article/3231/

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    Falk
    14. Januar 2010

    Das deckt sich mit dem, was Roberto Saviano schildert. Dieses Problem ist in erster Linie den menschenverachtenden Ausbeutern der Ndrangheta und der anderen “ehrenwerten Gesellschaften” geschuldet. Mafia ist in der Tat keine Folklore sondern knallharte Ausbeutung.

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