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PETRA RESKI

Salento

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Gerade aus dem Salento zurück (Apulien, Stiefelabsatz), wobei ich nicht sicher bin, ob man im Deutschen “Der” oder “Das” Salento sagt. Der Duden schweigt mal wieder. Ich beschließe: Maskulinum.

Ich mache schon ewig Ferien dort. Es gab mal die Korsika-Periode in meinem Leben. Die wurde dann aber vor vielen Jahren von der Salento-Periode abgelöst. Was Urlaube betrifft, bin ich so etwas wie eine gemeine Napfschnecke.

Der Salento ist neuerdings nicht nur von Feuerbakterien befallen, mehr dazu auch hier und hier, sondern auch von Heerscharen von Feiersüchtigen, Ecstasy-Movida etc., weshalb ich mir in diesem Jahr die üblichen Ausflüge nach Lecce oder Gallipoli gespart habe – schließlich sind die Tage ohnehin schon so kurz. Man muss schwimmen, caffè con ghiaccio trinken (Espresso auf Eis, aber nicht kleingestoßen, sondern richtige Eiswürfel), Frisa essen (hartgebackenes Brot, leicht aufgeweicht, belegt mit Tomaten, Rucola, Thunfisch, Oliven oder was man auch immer mag), Bücher lesen (Numero Zero von Umberto Eco, dazu demnächst mehr, Hottentottenstottertrottel, die Autobiografie meines Lehrers Wolf Schneider, Le bilan Malétras von Georges Simenon  und La Casati von Camille de Peretti (seitdem ich in Venedig die Ausstellung über das einstige It-Girl, die Muse D’Annunzios und grandiose Exzentrikerin sah, bin ich angefixt), ach ja, Super Sad True Love Story von Gary Shteyngart auch noch (teile absolut die Meinung von Ijoma Mangold: “Der neue Roman von Gary Shteyngart ist leider sehr schlecht. Und zwar auf eine Art, die den Leser auf der Strecke seiner 450 Seiten zunehmend wütend macht.”), außerdem muss man noch Zeitungen lesen und sich darüber aufregen, beim Aperitif die wunderbaren Sonnenuntergänge des Salento bewundern und zwischendurch davon träumen, ein altes Gemäuer zu besitzen und es wieder zu beleben (ist diese kleine Kapelle nicht rührend?).

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Und dann muss man schon wieder zurück. Leider.



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