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PETRA RESKI

Was übrig bleibt.

Die Affäre um den erzwungenen Rücktritt des Senators Nicola di Girolamo ist in zwischen auch in Deutschland angekommen. Interessant dabei ist, was bei der Überquerung der Alpen auf der Strecke geblieben ist: In der deutschen Berichterstattung wird diese Geschichte vor allem als weiteres Beispiel für die hinlänglich bekannte Mafia-Verstrickung Berlusconis angeführt – und kaum jemand spricht mehr davon, dass Di Girolamo laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit den von der ‘Ndrangheta in Deutschland gefälschten Stimmen ins Amt gehoben wurde. Speziell von den Clans im Raum Stuttgart, den Clans Farao und Arena. Aber offenbar beunruhigt es niemanden in Deutschland, wie effektiv die ‘Ndrangheta in Deutschland ihr Territorium kontrolliert. Geht ja nur um Italiener. Denn: Die Wahlfälschung italienischer Wahlzettel ist in Deutschland kein Verbrechen.



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    Alessandro
    11. März 2010

    Sono d’accordissimo con il Suo commento che in germania non si è ancora capito la gravità degli intrecci tra mafiosi e ‘imprenditori’ tedeschi!

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    anse
    2. März 2010

    Wer soll sich jetzt der armen Seele des Nicola Di Girolamo annehmen? Er selbst ist reuig von seiner Senatorenwürde zurückgetreten, betont dabei, nicht die Verkörperung des Bösen zu sein. Aus dem Diplomaten der Organisierten Kriminalität wird jetzt ein Opfer, das auf Nachsicht der politischen Klasse und der Öffentlichkeit hofft, seine Richter nicht “talibani” nennt.
    Wahrscheinlich findet der Jammerlappen nachsichtige Richter und wird schnell wieder resozialisiert/ recycelt. Nicht wieder als Senatore oder Onorevole, sondern als nützliche Verbindung zu Stiftungen im Gesundheitswesen, wo er auch jetzt schon sehr aktiv war. Die Branche ist krisenfest, schwer angreifbbar, weil sie alle brauchen.

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