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PETRA RESKI

Überwintern in Kalabrien.

So schön kann die Mafia sein. Jedenfalls für deutsche Rentner.

“Dieter Esch poliert seinen Mercedes, den er in Kalabrien überall unbesorgt stehen lassen könne, wie er meint. Hier sorge schließlich die Mafia dafür, dass zahlungskräftige Gäste aus Deutschland in Ruhe gelassen werden.‘Wir sind geschützt durch diese ‘Organisation’. Und deshalb fühlen wir uns hier wohl und sicher. Sehr sicher. Also das ist schon im Prinzip gut. Auch wenn man hier in die Stadt reinfährt, auf den Markt, und man stellt den Wagen ab, man kriegt ihn wieder, wenn man zurückkommt.’ Rosarno: Süditalienisches Alltagsfair. Dieter und Gudrun Esch haben ihren Mercedes irgendwo in einer Nebenstraße geparkt. Und weil sie davon ausgehen, dass die Mafia jedem auf die Finger haut, der sich an deutschem Eigentum vergreift, genießen sie das bunte Treiben. Und sprechen so viel Italienisch, wie sie können.”

In Rosarno herrscht seit der Vertreibung der Afrikaner in der Tat Feierlaune.



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    Alessandro Ogheri
    18. Januar 2012

    aber insbesonders wenn Gudrun und Dieter Esch Freunden von Oettinger sind…

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    Falk
    18. Januar 2012

    Das gleiche habe ich bereits in den 80ern in Apulien erlebt. Wir haben dort unser angemietetes Ferienhaus den ganzen Tag offen gelassen, Brieftaschen und Kameraausrüstung unbesorgt zurückgelassen. Die Einheimischen versicherten uns, dass nichts passiert, und es war so. Unheimlich war es trotzdem.

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    Hans Bausenhardt
    17. Januar 2012

    Ist nicht Rosarno (RC), sondern Rossano (CS), an der gegenüberliegenden Küste und auch deutlich weiter nördlich. Die Beschützer von der ‘Ndrangheta gibt es auch dort (Corigiliano, Cassano, Lauropoli …), aber nicht immer passen sie so gut auf die Autos mit deutschen Nummerschildern auf wie bei den Überwinterern.
    Uns wurde in der Gegend, allerdings nicht im Mercedes unterwegs, das Auto geöffnet und die große Tasche mit den Wanderschuhen davongetragen, was geplante Aktivitäten in den Bergen des Pollino unterbunden hat.
    In Rosarno hingegen wurde unser Auto nie von fremder Hand geöffnet, obwohl unser Freund Lino L. in Netzwerken aktiv ist, die vom ehemaligen Bischof von Locri ins Leben gerufen oder unterstützt wurden. Polsi und Rosarno, beides verwüstete Orte, sind eben nicht nur Mafia.

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    Antonio
    17. Januar 2012

    hm, mich irritierte, dass der verlinkte Artikel 2 Jahre alt ist… nicht dass sich etwas veraendert, gar gebessert haette…

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      reski
      17. Januar 2012

      Ja, leider sind die einzigen Artikel auf Deutsch nur die aus dieser Zeit. Wie Journalisten so sind, haben sie schnell das Interesse verloren. Die neuesten Artikel sind alle nur auf Italienisch. Und verändert hat sich in der Tat leider nichts.

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