Kategorie: complimenti

Schreiben. Im Ruhrgebiet.

Sonntag, 08. März 2009

lang3

Heute morgen blätterte ich dem wunderbaren Bildband “Als der Pott noch kochte” des Fotografen Horst Lang (dem mein Buch “Meine Mutter und ich” auch sein Umschlagbild verdankt). Ein Schattenreich aus Fördertürmen, Zechensiedlungen, rußgeschwärztem Backstein, Kohlenhalden: Die Bilder von dem Ruhrgebiet, in dem ich aufgewachsen bin, wirken heute so entrückt wie Szenen aus einem Film von Sergej Eisenstein.

Und da fiel mir wieder mein Schriftstellerkollege Heinrich Peuckmann ein. Der genau wie ich als Sohn eines Bergmanns in Kamen aufgewachsen ist – und schon früh beschloss, Schriftsteller zu werden – ein Berufswunsch, der in einer Bergmannsfamilie ungefähr ähnlich ernst genommen wird wie der Wunsch, Balletttänzer zu werden.

Heinrich Peuckmann hat sich nicht beirren lassen. Heute blickt er auf ein umfassendes Werk zurück, er hat Romane und Erzählungen, Theaterstücke, Opernlibretti und Gedichte, Kinder- und Jugendbücher geschrieben, er hat über das Ruhrgebiet geschrieben und über China, über Bergmänner und über thailändische Säbelfechter.

Gerade habe ich seinen letzten Krimi gelesen: “Zweites Leben”, der zwischen Kamen, Münster, Unna und Dortmund spielt, bei dem ziemlich viel herumgefahren wird – und der mich an die Bleierne Zeit erinnert, als wir ganze Abende damit verbrachten, von Unna nach Kamen zu fahren, von Kamen nach Dortmund, von Dortmund nach Münster, als wir die Freiheit in einem VW-Bus wähnten oder in einem verrosteten Renault vier. Der garantiert immer von der Polizei an die Seite gewunken und kontrolliert wurde – weil damals die ganze Welt auf der Suche nach Terroristen war. Peuckmann gelingt es, in seinem Krimi die ideologieschwere Zeit der Achtziger Jahre in die Gegenwart zu transportieren. Mehr sage ich nicht. Ist ja ein Krimi.

Manchmal kann sich der Kommissar nicht entscheiden. Jedenfalls, was Frauen betrifft.

Zoras Blog

Freitag, 23. Januar 2009

Zora del Buono schreibt seit kurzem einen Blog aus Savannah: schöne, ironische Beobachtungen des amerikanischen Alltagslebens.

Endlich was Positives!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Grazie Zora!

Zora Del Buono bloggt nicht nur im Schweizer Fernsehen, sondern hat auch einen hochgelobten Roman geschrieben.

Geständnis II (confessione II)

Montag, 08. Dezember 2008

Und ich habe eine Schwäche für diesen Mann, der definitiv nicht singen kann. Das aber auf einzigartige Weise.

Geständnis (confessione)

Freitag, 28. November 2008

Ich habe eine Schwäche für einen Mann mit gefärbten Minipli-Haaren, Jackettkronen und Oberstudienratsbart. If he would ever leave you.

Bücher, die glücklich machen

Freitag, 03. Oktober 2008

Heute las ich im Zug das wunderbare Werk von Alan Bennett: “Die souveräne Leserin” – in der die Queen als Leserin auftritt. Es ist ironisch, es ist tiefsinnig, es ist komisch. So wie es nur Engländer hinkriegen.

Aspekte

Dienstag, 16. September 2008

Grazie Luzia.

Sizilianisches Herzblut

Donnerstag, 22. Mai 2008

Letizia Battaglia ist nicht nur eine weltberühmte sizilianische Fotografin, sondern auch die Mutter von Shobha, der Fotografin, mit der ich seit sehr langem (Damen nennen keine Jahreszahlen) zusammenarbeite. Fast alle Geschichten über die Mafia haben wir zusammen erlebt, erlitten, vom berühmten Palermitanischen Frühling bis heute, wo die Mafia in Palermo (und nicht nur dort) triumphiert. Und wo es nur noch wenige gibt, die sich noch nicht arrangieren.

Im Willy-Brandt-Haus in Berlin ist bis zum 22. Juni eine Ausstellung mit Letizias Fotos zu sehen. Und spiegel-online hat Letizia interviewt, wie immer kettenrauchend. (via ombelico)

Tussis

Montag, 19. Mai 2008

Harald Martenstein als wahre Lifestyletussi – geoutet von der Stilpäpstin.

La Merkel

Sonntag, 04. Mai 2008

Die Stilpäpstin enthüllt heute Frau Merkels Erfolgsgeheimnisse – was mich daran erinnert, wie mir auf Ischia ein Hotelbesitzer davon erzählte, dass La Cancelliera darauf verzichtet habe, mit dem Hubschrauber nach Ischia geflogen zu werden – und stattdessen im Tragflügelboot gefahren sei, wie alle TUI-Touristen auch. So viel brandenburgische (mecklenburgische? uckermarksche?) Bescheidenheit haut die Italiener schier um.