Kategorie: Agitation+Propaganda

Di Girolamo II

Donnerstag, 04. März 2010

Nachdem er eine herzerweichende Rede im Senat gehalten hat und dort von den Kollegen zum Abschied umarmt wurde, ist der Senator Nicola di Girolamo nun verhaftet worden. Er tat mir schon fast leid. Was hat sich zuschulden kommen lassen, fragten sich viele Italiener, dass seine Parteikollegen und Spießgesellen ihn so ungerührt fallen ließen? Weil er sich, anders als seine Spießgesellen, erwischen ließ?

“Ich habe weder die Cosa Nostra noch die ‘Ndrangheta in diese Säle geschleust”, sagte Di Girolamo. Das Einschleusen war auch nicht mehr nötig. Die Mafia benutzt schon lange den Haupteingang. Dafür hatten schon andere gesorgt.

Geldwäsche

Donnerstag, 11. Februar 2010

leicht gemacht

Klauen

Mittwoch, 10. Februar 2010

Schön, was Herr Michal über die doppelte Moral beim Klauen geschrieben hat.

Samstag, 30. Januar 2010

Schreiben über die Mafia. In Italien. Und in Deutschland.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Der Kult des Kollektivs im Internet ist in der Tat beängstigend. Aber interessant ist auch, dass die Süddeutsche den Artikel mit “Google will, dass alle unbezahlt arbeiten” betitelt. Als freie Journalistin meine ich mich jedoch daran zu erinnern, dass es genau die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger waren, die das Modell des unbezahlten Arbeitens mit ihren Buy-Out-Verträgen eingeführt haben. Für jeden Auftrag muss ich einen Vertrag unterschreiben, der mehr Seiten umfasst als der Warschauer Pakt und der mich zwingt, auf jedes Recht an meinem Text zu verzichten. Der dann unendlich oft unbezahlt gedruckt, gesendet und ins Internet gestellt werden kann. Komisch eigentlich.

Hinter dem kleinen Italiener

Dienstag, 22. Dezember 2009

Ein kleiner Italiener. Dazu auch eine etwas komplizierte, aber nicht ganz abwegige dietrologia, zu deutsch: was sich hinter der Attacke auf B. wirklich verbirgt. Die strenge FAZ nennt es “Dahinterismus” - und gibt zu bedenken, dass da etwas dran ist.

Amore e odio

Sonntag, 20. Dezember 2009

Un matto da un pugno in testa a B. e tutti i giornali entrano in un delirio, persino la Repubblica: Non si parla altro che del presunto clima di odio, il presidente Napolitano implora  la pace, quasi tutto il parlamento fa un pellegrinaggio al letto di B., Schifani ritiene la rete e in particolare facebook come origine di tutti i mali, e Travaglio viene identificato come terrorista mediatico. Come ha scritto Alexander Stille: Non ci sono più argumenti, ne avversari politici, non esistono più ragioni per opporsi alla politica di B. C’è solo “amore” e “odio”.

Liebe und Hass

Sonntag, 20. Dezember 2009

Wie er das nur wieder hingekriegt hat. Ein Irrer schlägt Berlusconi einen Zahn aus, und schon delirieren die italienischen Tageszeitungen vom “Klima der Gewalt”, der Staatspräsident ruft auf, dem “Hass abzuschwören”, das komplette Regierungslager pilgert an das Krankenbett, und die Opposition überbietet sich gegenseitig darin, diejenigen zu denunzieren, die nicht schnell genug in das nächstbeste Mikrophon ihr Mitgefühl für den lädierten B. gehaucht haben. Der Senatsprãsident wähnt in Facebook die Wurzel allen Übels und bringt den Facebook-Chef dazu, einen Kotau zu machen, und der Journalist Marco Travaglio wird als “medialer Terrorist” geschmäht. “Liebe” und “Hass” sind die meist strapazierten Wörter im öffentlichen Diskurs - auch das B.’s Verdienst: Es gibt keine politischen Gegner mehr, keine Argumente, keine Gründe, seine Politik und seine Gesinnung abzulehnen, keine Demokratie, sondern nur noch “Liebe” und “Hass”.

La ballata di Mackie Messer

Montag, 14. Dezember 2009

Oh the shark has pretty teeth, dear

And  he shows ‘em, pearly white

Just a jack knife has Macheath, dear

And he keeps it, keeps it way out of sight

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E non si ricorda di nulla

E niente lo può toccare

Perchè  uno squalo non è uno squalo

Quando si riesce a provare qualcosa

Mackie Messer

Montag, 14. Dezember 2009

 

Und der Haifisch, der hat Zähne

Und die trägt er im Gesicht

Und Mac Heath der hat ein Messer

Doch das Messer sieht man nicht


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Und er kann sich nicht erinnern

Und  man kann nicht an ihn ran

Denn ein Haifisch ist kein Haifisch

Wenn man nichts beweisen kann