Heute ist der Schriftsteller Vincenzo Consolo gestorben. Ich traf ihn einmal durch reinen Zufall, auf der Terrasse des Hotel Palace in Palermo. Er saß da, im Abendlicht und sagte, ja, er kehre immer in sein Ithaka zurück, “und jedes Mal sehe ich, wie ein Stück meines Ithaka verschwindet. Viele Dinge verschwinden, das ist fatal, nichts bleibt fest, nichts kristallisiert sich, alles ist in Bewegung, alles verändert sich. Derjenige, der weggegangen ist, wünscht sich immer, dass diese Veränderungen allmählich vor sich gehen, er wünscht sich, dass sie Bereicherungen sind und keine Verluste. Aber das, was in Sizilien geschieht, passiert überall in der Welt. Wir sind alle Odysseus in dem Sinne, dass wir in unserer Welt unsere Fixpunkte verloren haben, wir haben unser Ithaka verloren, die Insel, auf die wir zurückkehren können, und deshalb sind auf der Welt von heute zu einer ewigen Wanderschaft verdammt, wir sind immer bereit, zu einer Reise aufzubrechen, die nie endet.”
Archiv: Januar 2012
In memoriam Vincenzo Consolo. Il viaggio che non finisce mai.
Oggi é morto a Milano lo scrittore Vincenzo Consolo. Mi ricordo quando l’ho incontrato in un pomeriggio per puro caso sulla terrazza del Hotel Palace a Palermo. Diceva: “Si, torno sempre nella mia Itaca ma ogni volta vedo che qualche cosa della mia Itaca scompare. Ma, scompaiono tante cose, d’altra parte questo è fatale, niente rimane fermo, niente rimane cristallizzato, tutto scorre, tutto si trasforma. Il desiderio di chi è andato via è che le trasformazioni siano sempre in senso progressivo e che non siano semplicemente una perdita, e allora il dolore è nel vedere, nel fatto che le trasformazioni sono spesso perdite, si vorrebbe che non fossero perdite, che fossero, che fossero piuttosto arricchimenti e non perdite. Ma questo avviene in Sicilia come avviene in ogni parte del mondo, oggi io credo che veramente, siamo tutti “Ulissidi” nel senso che in questo nostro mondo, abbiamo perso i nostri punti di riferimento, abbiamo perso le nostre Itache, abbiamo perso la nostra isola di ritorno, e quindi siamo costretti in questo nostro mondo di oggi ad una perenne erranza, siamo sempre pronti a ripartire per un viaggio che non finisce mai.”
Überwintern in Kalabrien.
So schön kann die Mafia sein. Jedenfalls für deutsche Rentner.
“Dieter Esch poliert seinen Mercedes, den er in Kalabrien überall unbesorgt stehen lassen könne, wie er meint. Hier sorge schließlich die Mafia dafür, dass zahlungskräftige Gäste aus Deutschland in Ruhe gelassen werden.‘Wir sind geschützt durch diese ‘Organisation’. Und deshalb fühlen wir uns hier wohl und sicher. Sehr sicher. Also das ist schon im Prinzip gut. Auch wenn man hier in die Stadt reinfährt, auf den Markt, und man stellt den Wagen ab, man kriegt ihn wieder, wenn man zurückkommt.’ Rosarno: Süditalienisches Alltagsfair. Dieter und Gudrun Esch haben ihren Mercedes irgendwo in einer Nebenstraße geparkt. Und weil sie davon ausgehen, dass die Mafia jedem auf die Finger haut, der sich an deutschem Eigentum vergreift, genießen sie das bunte Treiben. Und sprechen so viel Italienisch, wie sie können.”
In Rosarno herrscht seit der Vertreibung der Afrikaner in der Tat Feierlaune.


verfasst von reski
