Archiv: Januar 2010

Samstag, 30. Januar 2010

Scrivere sulla mafia. In Italia e in Germania.

Samstag, 30. Januar 2010

Schreiben über die Mafia. In Italien. Und in Deutschland.

Hier auch auf Italienisch. Dank “Italia Dall’Estero”

Mittwoch, 27. Januar 2010

Der Kult des Kollektivs im Internet ist in der Tat beängstigend. Aber interessant ist auch, dass die Süddeutsche den Artikel mit “Google will, dass alle unbezahlt arbeiten” betitelt. Als freie Journalistin meine ich mich jedoch daran zu erinnern, dass es genau die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger waren, die das Modell des unbezahlten Arbeitens mit ihren Buy-Out-Verträgen eingeführt haben. Für jeden Auftrag muss ich einen Vertrag unterschreiben, der mehr Seiten umfasst als der Warschauer Pakt und der mich zwingt, auf jedes Recht an meinem Text zu verzichten. Der dann unendlich oft unbezahlt gedruckt, gesendet und ins Internet gestellt werden kann. Komisch eigentlich.

Pizza con Würstel

Mittwoch, 27. Januar 2010

Es ist eine ehrenwerte Initiative, die “Pizza ohne Pizzo” der deutschen Botschaft in Rom – auch aus dem Grunde, dass auf diese Weise vielleicht einige Deutsche beginnen, sich etwas mehr für das Phänomen “Mafia” zu interessieren – das gar nicht so weit weg ist, wie es sich manche Politiker in Deutschland wünschen: “Pizza ohne Pizzo” wäre auch in Deutschland wünschenswert, wo Ermittler allein von 300 Restaurants ausgehen, die von der ‘Ndrangheta betrieben werden, und von denen 61 im Besitz des Clans Pelle-Romeo sind – jenem Clan, zu dem die Opfer des Blutbades von Duisburg gehörten und dessen Hauptstützpunkte sich in Duisburg und Erfurt befinden.

Das Schutzgeld ist in Deutschland kaum ein Problem – die Clans nutzen die Restaurants vor allem als “Relaisstationen”, um von hier aus den Handel mit Drogen, Waffen und gegebenfalls auch mit Falschgeld abzuwickeln. Die anderen, anständigen italienischen Restaurants werden über die mafiosen Zuliefererbetriebe der Gastronomie erpresst: Sie werden genötigt, bestimmte Waren für einen überhöhten Preis abzunehmen – so üben die Clans ohne Risiko ihre Kontrolle aus. In Deutschland. 

Ein Buch

Mittwoch, 13. Januar 2010

und seine Geschichte.

Rosarno

Dienstag, 12. Januar 2010

Zu Rosarno fällt mir nur eine Episode ein:

Als Shobha und ich San Luca wieder verließen, hatte die Nacht alles verschluckt, die Bauruinen und das Meer und sogar das Wrack eines illegalen Schlepperschiffes, das am Strand verrostete. Plötzlich bremste vor uns ein Auto scharf, man sah etwas durch die Luft fliegen. Es war ein indischer Wanderarbeiter, der auf dem Fahrrad fuhr, und der nun in seinem Blut lag. Als ich mich über ihn beugte, fragte er noch: „Bist du meine Mutter?“, dann verlor er das Bewusstsein. Und spürte nicht, wie das Auto, das ihn überfahren hatte, vor aller Augen jählings auf und davon fuhr. Und wie ein Mann dem davonfahrenden Auto nachblickte und entschuldigend sagte: „Vielleicht hatte er einfach nur Angst.“

Sicher, das hätte überall passieren können. Aber.

Rosarno

Dienstag, 12. Januar 2010

A proposito di  Rosarno mi ricordo solo un episodio.

Quando Shobha ed io lasciammo Locri e tornammo a Reggio Calabria percorrendo la strada litoranea, la notte aveva inghiottito tutto, le case mai finite e il mare, e persino il relitto del rimorchiatore illegale che arrugigginiva sullla spiaggio. D’un tratto la machina davanti a noi frenò bruscamente e vedemmo qualcosa volare per aria. Era un indiano immigratao in cerca di lavoro che un attimo prima andava in bicicletta  e adesso giaceva a terra in un lago di sangue. Quando mi chinai su di lu, fece in tempo a chiedere: Sei mia mardre? poi perse conoscenza. Cosi non riuscì a vedere la macchina che lo aveba investito mettersi prontamente  in moto e allontarnarsi sotto gli occhi di tutti. E un uomo seguire con lo sguardo la macchina che sfrecciava via e dire a discolpa del conduscente: forse ha avurto solo pauro.

Certo, sarebbe potuto succedere anche altrove. Ma.

Lo scaffale

Montag, 11. Januar 2010


Massimiliano Raffaele ha cercato il mio libro. E ha fatto una scoperta preoccupante.

Samstag, 09. Januar 2010

Eine neue Käsesorte.

Weltkulturerbe

Dienstag, 05. Januar 2010

Es ist sehr interessant, was in Deutschland alles so als schützenswert betrachtet wird. Zum Beispiel die “Kultur” der Mafia. Nachzulesen hier. Als sei die Mafia nichts anderes als eine alte Eiche. So etwas kann man natürlich nur denjenigen deutschen Journalisten verkaufen, die mit großer Ahnungslosigkeit geschlagen sind. Ihnen wurde ja auch bereits erfolgreich die “Musik der Mafia” verkauft. Italiener sehen das naturgemäß etwas anders. Francesca Viscone hat darüber bereits in der ZEIT geschrieben.