Palermo 12 dicembre. Grazie a Davide Tassan Zorat.
Archiv: Dezember 2009
La ballata di Mackie Messer
Oh the shark has pretty teeth, dear
And he shows ‘em, pearly white
Just a jack knife has Macheath, dear
And he keeps it, keeps it way out of sight

E non si ricorda di nulla
E niente lo può toccare
Perchè uno squalo non è uno squalo
Quando si riesce a provare qualcosa
Mackie Messer
Und der Haifisch, der hat Zähne
Und die trägt er im Gesicht
Und Mac Heath der hat ein Messer
Doch das Messer sieht man nicht

Und er kann sich nicht erinnern
Und man kann nicht an ihn ran
Denn ein Haifisch ist kein Haifisch
Wenn man nichts beweisen kann
Außerdem will ich auch nicht mehr erklären müssen, warum die italienische Linke sich gegenüber Berlusconi benimmt wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Denn Berlusconi ist, wie Beppe Grillo richtig sagt, die Auswirkung, nicht aber die Ursache.
Und was den heutigen No-Berlusconi-Tag betrifft, so habe ich ein ganz persönliches Interesse an dem Ende der Berlusconi-Ära: Ich will endlich nicht mehr erklären müssen, warum Berlusconi immer wieder gewählt wird.
Per quanto riguarda il No-Berlusconi Day, io ho un particolare interesse personale: Spero che arriverà presto il giorno in cui non devo più spiegare ai tedeschi perchè Berlusconi viene sempre rieletto.
Spatuzza
Ich habe heute über mehrere Stunden die Vernehmung des abtrünnigen Mafiosos Gaspare Spatuzza verfolgt. Er ist derjenige, der Marcello Dell’Utri und Berlusconi schwer belastet: Schon 1993 habe die Mafia mit ihnen Verhandlungen geführt – um den Einzug von Berlusconis Partei Forza Italia ins Parlament vorzubereiten. Spatuzzas Aussage soll in das Berufungsverfahren des Prozesses gegen Marcello Dell’Utri einfließen, der in erster Instanz zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Das ist allein schon ungewöhnlich, normalerweise wird das Urteil in der zweiten Instanz nur auf Basis der vorliegenden Beweise und Ermittlungen gefällt, es geschieht sehr selten, dass neue Aussagen aufgenommen werden. Fast alle haben darüber geschrieben: ZEIT, Spiegel, FAZ, Tagesspiegel.
Immer noch herrscht in Deutschland eine große Unkenntnis über die italienische Wirklichkeit. Denn wie ich in als Antwort auf einen Kommentar geschrieben habe, wählen die Italiener Berlusconi nicht aus Ignoranz, sondern weil es dafür ganz konkrete historische, politische und soziale Gründe gibt. Das Medienmonopol ist ein Grund: 90 Prozent der Italiener informieren sich über das Fernsehen, dass zu 90 Prozent Berlusconi gehört. Die italienische Opposition verharrt in Schreckstarre, hypnotisiert vom “Schwarzen Mann” B. Zuletzt gaben die Linksdemokraten ein jämmerliches Bild ab, als sie sich nicht dazu durchringen konnten, an dem morgigen Anti-Berlusconi-Tag teilzunehmen. Um anschließend der (der Opposition nahestehenden) Rai Tre eine Direktübertragung von der Demonstration zu verbieten. Wer sich, was viele in Deutschland nicht wissen, auch noch vor Augen führt, wie die erste Regierung Berlusconi zustande kam, nämlich mit Unterstützung der Mafia, wie heute noch der Mafia-Abtrünnige Spatuzza vor Gericht erläutert hat, wundert sich nicht mehr, dass Berlusconi die Wahlen jedes Mal wieder gewinnt.

verfasst von reski
