Archiv: Oktober 2009

In&Out

Sonntag, 11. Oktober 2009

markusplatz


Gerade bemerkte ich in der Vaporetto-Haltestelle eine bizarre Werbung der venezianischen Stadtverwaltung: Zwei Fotos mit der Überschrift “In&Out”. Auf dem Out-Foto sah man den überfüllten Markusplatz, mit Menschen, die auf den Marmorstufen Picknick machten. Und auf den In-Foto sah man den goldfunkelnden, menschenleeren Saal des Dogenpalastes. Darunter stand: “Wenn Du draußen bleibst, kannst Du nicht behaupten, Venedig gesehen zu haben. Komm herein und entdecke den Dogenpalast.”

Was will uns die Stadtverwaltung damit sagen, fragte ich mich. Will sie sagen: “Venedig ist draußen unerträglich”? Oder: “Wir sind unfähig, den Touristenstrom in Griff zu kriegen?” Oder: “Es gibt hier auch Kultur, aber wir wissen nicht, was wir damit anfangen sollen?”

Werbung ist Glückssache. 


Shobha

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Shobha, la mia amica, fotografa e compagna di tante avventure, espone le sue foto di una Sicilia dimenticata a Palermo. Un viaggio poetico da non perdere. 

Dal 11 ottobre al 8 novembre. 

Kryptonite

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Almeno questo. E quello.

Kryptonit

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Immerhin. Dazu auch dies.

Das.

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Vor wenigen Tagen hat Beppe Grillo seine Bewegung gegründet. “Bewegung” klingt schrecklich, dabei war es sehr lustig: In einem Italien, in dem gerade eine Steueramnestie beschlossen wurde, die besonders der Mafia zugute kommen wird (beschlossen wurde sie übrigens dank der fehlenden Stimmen der Mitte-Links-Koalition: Einige Abgeordnete waren unabkömmlich, weil sie gerade beim Arzt waren oder auf einer wichtigen Reise nach Spanien), in einem Italien, in dem Berlusconi, vulgo der “Pädo-Psychozwerg” (Grillo) seit 15 Jahren unangefochten herrscht, weil die Linke immer noch so tut, als würden die siebziger Jahre nie enden, da ist es einfach befreiend, wenn einer schreit: Schickt doch wenigstens die Parlamentarier nach Hause, die in letzter Instanz verurteilt sind! Und natürlich hat Grillo auch recht, dass es traurig ist, wenn die Repubblica, die größte Tageszeitung Italiens, Jahre braucht, um am Ende zehn Fragen zu formulieren, die sich mit, pardon, Berlusconis Schniedel (O-Ton Grillo: pipino) befassen. Als gäbe es keine wichtigeren Fragen. 

Das Theater Smeraldo in Mailand war mit 2000 Personen bis auf den letzten Platz besetzt, im Publikum saßen Volkshelden wie Adriano Celentano, der ehemalige Staatsanwalt und jetzige Europaparlamentarier Luigi de Magistris, über den ich auch in diesem Blog berichtet habe, sowie die Sizilianerin Sonia Alfano, Europaparlamentarierin, Antimafiakämpferin und Tochter des 1993 von der Mafia ermordeten Journalisten Beppe Alfano.

Das Programm von Beppe Grillos Bewegung (Grillo: “Nach der Schweinegrippe jetzt auch noch die Grillen”) konzentriert sich auf Staat und Bürgerrechte, Energie, Information, Transport, Gesundheit, Bildung. Eigentlich fordert es einfache Dinge, etwa die Abschaffung der Immunität für Parlamentarier oder die Einrichtung von Radwegen – aber gerade die einfachen Dinge sind in Italien oft die schwierigsten. Wer Italienisch spricht, kann sich das Programm von Grillos Bewegung auch hier herunterladen. 

Grillo schäumte und schrie und tobte, und am Ende sagte er: Ich will Euch noch eine Frau vorstellen, die ein Buch über die Mafia geschrieben hat. Und dann passierte mir das


Mafiabekämpfung in Deutschland

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Bochums Polizeipräsident in einstweiligen Ruhestand versetzt =

   Düsseldorf, 6. Oktober (AFP) - Die schwarz-gelbe Landesregierung
in Düsseldorf hat den Bochumer Polizeipräsidenten Thomas Wenner in
den einstweiligen Ruhstand versetzt. Die entsprechende
Kabinettsentscheidung erfolgte am Dienstag auf Vorschlag von
Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP), wie das Innenministerium
mitteilte. Gründe wurden nicht genannt.

   Nach Informationen der Zeitungen der WAZ-Gruppe
(Dienstagsausgaben) soll der 62-jährige Wenner einen Mitarbeiter
seiner Behörde beauftragt haben, während der Dienstzeit die
oppositionellen SPD-Landtagsfraktion bei der Erarbeitung einer
Großen Anfrage zum Thema Organisierte Kriminalität und Mafia in NRW
zu unterstützen. Wolf erklärte zu der Kabinettsentscheidung
lediglich: „Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben,
werden von mir nicht öffentlich kommentiert.“ Dies sei eine „gute
Tradition“.

*

Dazu auch dies.

Piera Aiello

Dienstag, 06. Oktober 2009

Ho scritto il mio primo libro su Rita Atria. Per me, la sua storia è ancora così vicina che mi sembra strano dover spiegare chi era Rita. Oggi però, non tutti sanno che era una ragazza coraggiosa che ha deciso di denunciare la mafia nel suo paese. E non solo quella, ma anche la mafia di casa sua. Per questo, Rita fu ripudiata da sua madre. Viveva a Roma assieme a sua cognata Piera Aiello. Paolo Borsellino ha avuto una particolare attenzione per queste due donne giovani. Quando fu ammazzato, Rita perse la speranza in un mondo senza mafia. E si lanciò fuori dalla finestra.

Era l’epoca dopo le stragi, un momento oggi che mi sembra surreale. Quando ho fatto le ricerche, ho avuto l’occasione di incontrare Piera Aiello, la cognata di Rita Atria. Sedici anni fa. Mi ricordo l’impressione che mi ha fatto il suo coraggio. Non comune. Se non fosse stata lei a prendere la decisione di collaborare, neanche Rita avrebbe scelto questa strada.

Adesso ho saputo che Piera è stata esclusa dal programma della protezione. Non c’è memoria. 


Montag, 05. Oktober 2009

Palermo

Montag, 05. Oktober 2009

Palermo

La mafia buona

Samstag, 03. Oktober 2009

Stamattina ho incontrato davanti al fruttivendolo un amica americana. Era in giro con un gruppo di tedeschi, quattro donne e un uomo. Nonostante che i tedeschi si trovavano un po’ schiacciati in mezzo ai cestini di melanzane e uva moscato, la mia amica cominciò subito a elogiare il mio libro “Santa Mafia”, spiegava che è uscito censurato per volontà dell’autorità giudiziaria tedesca, intervenuta su richiesta di alcuni personaggi i cui nomi sono ben noti perché figurano nelle informative di polizia sia italiane che tedesche.

Alla fine della sua esposizione, i tedeschi volevano farsi vedere adeguatamente impressionati, sebbene non si erano aspettati di dover parlare di mafia la mattina presto, per giunta a Venezia, tra un palazzo gotico e una chiesa barocca. Avevano delle guide di Venezia in mano e stavano andando al campo Santo Stefano per visitare la chiesa. Una delle donne si schiarì la voce e disse che anche lei, da qualche tempo, avrebbe perso la fiducia nella giustizia tedesca. Gli altri annuivano. Poi il cielo era così azzurro e inoltre mancava anche lo spazio tra i cestini di frutta. E ridendo l’uomo disse: Però, anche la mafia ha dei lati buoni. Perché altrimenti Lei non sarebbe più in vita.